Heiliggeist Clausthal, war: Orgelneubauprojekte in Clausthal und Freckenhorst

Friedrich @, Mittwoch, 14. September 2016, 21:39 (vor 3640 Tagen) @ JRorgel

Die Dispositon liest sich doch durchaus vernünftig und scheint doch für die Kirche durchaus reichen, auch wenn ich die Größe des Raumes (auf Fotos) sehe...Wozu denn eine Hochdrucktuba und ein 32'-Posaunenbass?

Holzkirchen können akustisch sehr schwierig sein für den Orgelbauer, weil das Holz soviel Schallenergie aufnimmt, die dann weg ist. Ich kann mir vorstellen, dass eine neobarocke Orgel das einfach nicht zufriedenstellend hinkriegt.

Ich habe hier ja schon mal von einem Gespräch zwischen Goll-Chef Beat Grenacher, Markus Zimmermann und mir im Freiburger Restaurant »Kreuzblume« erzählt, als Grenacher die Münsterorgel von Rieger neu intonierte. Die Rede kam auf die Goll-Orgel für die akustisch extrem trockene Stabkirche Hahnenklee, die er auch intoniert hatte. Er erinnerte sich, sichtlich beeindruckt: »Da braucht man eine Kraft …«

Ob man in so einer Kirche die genannten Register braucht? Immerhin scheint man sie bezahlen zu können – und das aus einer teuren Quelle –, sodass nicht zu fürchten ist, dass wichtigere Registergruppen darunter zu leiden haben. Leben könnte ich als Kirch- und Konzertgänger wahrscheinlich ohne. Bei einer Goll-Tuba würde ich auch nix fett Englisches vermuten, sondern eher eine durchdringende, weit mensurierte französische Trompete, wie in Memmingen und im Luzerner Konzerthaus.

Viele Grüße
Friedrich


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