Lesenswert: Festschrift zur Klais-Orgel im Großen Saal der HfM Würzburg

elias.orgel, Montag, 02. Februar 2026, 15:42 (vor 208 Tagen) @ Orlos
bearbeitet von elias.orgel, Montag, 02. Februar 2026, 15:56

Andreas Saage:

"Um es noch einmal an der – zugegeben komplexen – Frage der historischen Stimmung festzumachen: Die romantische Orgel ist gemeinhin gleichstufig, die barocke ungleichstufig. Welcher Ästhetik sollte man nun den Vorzug geben? Wir entschieden uns zugunsten einer generellen Ungleichstufigkeit, an der das gesamte Instrument partizipiert. Die eigene Erfahrung und der vielfältige Austausch mit den Studierenden sowie der Kollegenschaft ließ uns dazu gewissermaßen eine ‚Formel‘ entwickeln: Die Ungleichstufigkeit stellt für alle Stilistiken bis zum Spätbarock eine Notwendigkeit dar und wird für das romantische Klangempfinden dann zu einer Bereicherung
im Sinne einer neuen Erfahrung, sofern man die besonderen harmonischen Konturen, wie sie dort nun anhand der Ungleichstufigkeit besondere Intensität erlangen, schätzen lernt."

Vielleicht hätten ein paar Register doch besser Hermode Tuning bekommen sollen...

abgesehen davon, sollte mann sich darüber im Klaren sein, dass es keine "wirkliche" gleichstufige Stimmung (bei realen Instrumenten) geben kann - glücklicherweise sind unsere Ohren nicht besonders präzise und das Gehirn tut dann noch sein Übriges dazu um (in Grenzen) das Gehörte doch noch etwas zu "verbessern" ;-)

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Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott


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