Lesenswert: Festschrift zur Klais-Orgel im Großen Saal der HfM Würzburg

Orlos @, Montag, 02. Februar 2026, 17:09 (vor 206 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

In der Festschrift wird breit erklärt, man wollte bewusst nicht mehrere Instrumente bauen, sondern eine Orgel, die zumindest Barock und Romantik mehr oder weniger abdeckt. Ich bin ein großer Fan von Bach-Kellner, habe es selbst bei einer neobarocken Orgel legen lassen, höre aber die Probleme damit an jedem Sonntag. Wenn man nicht "leiden" möchte, muss man das Repertoire einschränken – und zwar gewaltig!
Umgekehrt haben die Verantwortlichen natürlich völlig recht, wenn sie feststellen, dass Barockmusik ziemlich verliert, wenn man sie an gleichstufig temperierten Instrumenten spielt.
Wenn man unbedingt nur EINE Orgel bauen möchte, gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Ein Mischsystem mit mehr als zwölf Tönen pro Oktave (wie zum Beispiel in Flensburg) oder eine so "zahme" Ungleichheit, das alles noch irgendwie geht. Der Reger-C-Dur-Es-Dur-Effekt wird dann aber trotzdem eintreten.


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