Zuviel des Falschen ist wundervoll...

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Sonntag, 03. März 2024, 23:16 (vor 909 Tagen) @ Gast

Theoretisch (!) sollte es moeglich sein, durch eine modulierte Rechteckspannung das Ventil in einer Mittelstellung zu Halten. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass die Midisteuerung dafuer genau genug ist (5ms sind eher noch Tonrepetition als Modulation :-) ). Ausserdem muss man beruecksichtigen, dass Ventile nicht grade traege sind und durch den Druckpunkt eigentlich schon eher einem digitalen System gleichen. (Entweder offen oder geschlossen, der Bereich dazwischen ist minimal und vermutlich nur schwierig zu erreichen, da hochgradig instabil)
Koennte man da nicht mal das Frauenhoferinstitut dransetzen? :-)

Ansonsten: Meine Tremulanten werden bereits digital «bepulst», und einen digitalen Frequenzumrichter fuers Geblaese habe ich auch. Die Regelbereiche sind aber aufgrund der physikalischen Begrenzungen sehr, sehr schmal und man muss daher auch Nutzen hinterfragen. (Wie sagte Scriba selbst: Man kann es benutzen, muss es aber nicht :-). Wo er aber recht hat: Bei einem modernen Steuerungssystem entstehen eigentlich keine Mehrkosten , da ja eh eigentlich alles digital ist.)


Vielleicht nehme ich mal den Laptop mit in die Kirche und probier mal, was moeglich ist :-)

Oh, diese Antwort habe ich übersehen. Passt aber zu meiner anderen. Ja, die traditionelle Ventilbauform ist herausfordernd. Videos bei NovelOrg zeigen, was geht, aber das Schwanzventil ist sicher nicht erste Wahl für feine Winddosierungen. Kegel wären besser (wie sowohl die Glaus'schen Orgeln als auch die wieder auferstehenden Kegelladen-Neubauten (Lenter) zeigen). Und vermutlich das Beste ist das Riegersche Drehventil (Kassel, Modul), da die Ventilbewegung nicht direkt vom durchlaufenden Wind beeinflusst wird, jedenfalls nicht so sehr wie bei den anderen Formen. In Kassel ist das auch wichtig, weil diese Ventile auch manuell-mechanisch angespielt werden. Natürlich kann ein Proportionalantrieb tausendfach pro Sekunde minimal auf- und abregeln, um das Ventilelement auf einer bestimmten Position (genauer: einem schmalen Feld von Positionen) zu halten - das, was dem Menschen mit dem Finger nicht gelingt - aber die Drehlösung dürfte in dieser Hinsicht am geeignetsten sein. Ich habe aber keine konkreten Kenntnisse, wie die Ventile bei Rieger gebaut sind, wie die Lagerung ist, die Abdichtung, und was man alles noch so fragen könnte... Gespielt habe ich das Instrument allerdings.


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