Zuviel des Falschen ist wundervoll...

Reginhard ⌂ @, Montag, 04. März 2024, 09:40 (vor 909 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

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Schon klar. Aber der Dimmer aus dem Baumarkt tut's nicht, Spannungsregler reichen generell meistens nicht, es muss dann schon ein Frequenzumrichter sein, kostet eher vier- als dreistellig. Einige hier kennen die technischen Details mehrphasiger Motoren besser als ich und könnten das erläutern. Hatten wir auch schon mal hier. Reginhard kennt sich aus.

Stimmt. :-)
ich bin etwas in Eile, aber ich nehme mir ein paar Minuten Zeit zur Erklärung.

Wenn von Proportionalsteuerng, PWM, Taktung, Dimmer usw die Rede ist, meint der Techniker die Herabsetzung einer Leistung nicht die Runterregelung einer Spannung (wie bei einer alten Spielzeugeisenbahn) sondern das Schnibbeln der Gleichspannung in Scheibchen.

Ich erkläre das mal in Musikersprache.
Statt einen Orgelpunkt zu spielen (Gleichstrom) wird der Ton unterbrochen.
Also Viertelnote - Viertelpause, Viertelnote - Viertelpause (immer weiter) ist eine Taktung auf 50% Leistung.
Mit der Paarung punktierte Viertel mit Achtelpause ergeben 75%,
und Paarung Achtelnote mit punktierter Viertelpause 25% Leistung.
So (vereinfacht gesagt) funktioniert der gewöhnliche Dimmer.
Natürlich wird hier im Millisekundenbereich bis in den Mikrosekrundenbereich getaktet.

Ja und die Windmaschinen können damit nix anfangen.
Die brauchen Drehstrom (3-Phasen-Wechselstrom)

Das übersetze ich auch noch schnell in Küchendeutsch.
Der Rotor von der Windmaschine sei ein Kuchenteller auf dem Küchentisch.
Da sitzen 3 Leute am Tisch (die 3 Stromphasen.)
Jeder von den dreien zupft am Kuchenteller in Drehrichtung, aber jeder nur nach dem anderen. So funktioniert grob gesagt Drehstrom.

Ja und die Geschwindigkeit wird durch das Tempo der dreien am Tisch bestimmt, sprich von der Frequenz.

Die Spulen in der Windmaschine haben ein ihnen eigene Reaktion auf Spannung, das hat mit dem Auf- und Abbau des Magnetfeldes zu tun. (Erkläre ich jetzt nicht.)

Die Windmaschine braucht ein Verhältnis von Spannung zu Frequenz.
Wer Gelegenheit hat, möge mal auf das Typenschild einer WiMa kucken, da steht dann beispielsweise 230/400V (Volt) 50Hz (Hertz). Das sind die Nennwerte der WiMa.

Der Umrichter kann daraus aber 127/230V 25Hz machen, also halbe Spannung, halbe Frequenz, die WiMa dreht jetzt nur halb so schnell.
Je nach Umrichter kann die WiMa auch deutlich schneller drehen.

Ja, die Spannung taktet der Umrichter wie oben bei Dimmer beschrieben.
Und die Frequenz macht er durch eine Modulation der Taktung.


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