Anschnallen: Was sich Theologinnen wünschen

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Montag, 23. Februar 2026, 15:21 (vor 185 Tagen) @ MAT

https://www.kirche-und-leben.de/artikel/evangelisches-gesangbuch-neu-lieder-liedauswahl...

Das ist eine Nachricht, die m. E. problemlos one Gurt gefahren werden kann. Dass weibliche Leidensperspekteiven unterrepüräsentiert sind, überhaupt weibliche Perspektiven, ist nichts Neues und auch zutreffend.
Die Frage des Geschlechtes und der Anrede Gottes ist auch nicht neu (Dorothee Sölle ist schon über 20 Jahre tot, um nur einen prominenten Namen zu nennen). Wie beim Gendern kann man sich insofern entspannen, als man sagenb muss: Es ist ein Problem jener Sprachen, die diese Geschlechter überhaupt anbieten. In skandinavischen Sprachen, in Englisch, und wohl in vielen don denen, die ich nicht kenne, stellt sich die Problematik anders bzw. viel geringer dar.
Ich stimme auch zu, dass die aktuelle Welle, nennen wir sie "woke" (obwohl ich mich da mit reinnehmen würde) viel sprachlichen Unsinn, mindestens aber ästhtetische Downgrades im literarischen Bereich erzeugt. Das wird sich mit der Zeit wieder legen, da bin ich sicher. Und eventuell wird auch Deutsch eine Entwicklung machen, die andere Sprachen bereits hinter sich haben. Diese Entwicklung wird aber kaum von Aktivist:innen begründet werden, sondern muss gewissermaßen natürlich wachsen.
Also, für mich ist die Meldung eher An- als Aufreger. Da die Aktivistinnen bis zum Veröffentlichung des neuen EG nicht in der LAge sein werden, adäquate Lösungen des Problems vorzulegen - also neue Texte samt neuer Melodien - wird der Einfluss auf das Buch messbar, aber doch gering sein.


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