Anschnallen: Was sich Theologinnen wünschen

Subbass1, Donnerstag, 02. April 2026, 13:58 (vor 149 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Ich bleibe dabei: das neue Gesangbuch ist komplett unnötig (und bisher nur ansatzweise ausgewertet) und das Geld wäre woanders besser angelegt.


...wobei es niemals in einer Weise angelegt worden wäre, die Zustimmung aus gesangbuchkritischen Kreisen erzielt hätte.

Das mag sein. Obwohl ich mich nicht zu "gesangbuchkritischen Kreisen" zählen würde. Manchmal ist eine Neuauflage eben einfach nicht geboten. Soll die heilsbringende Ars Nova eben in die Cloud und im Smartphone-Widerschein abgerufen werden. Oder es gibt einen Ergänzungsband. Wieso soll die Tradition dermaßen bluten? Was ich von diesen Lobpreisgesängen halte, schreibe ich lieber nicht allzu ausführlich. Ich finde, die beleidigen großteils und mehrfach den Intellekt - musikalisch wie textlich.

Und man kann auch künftig in Gottesdiensten zu Ostern "Jesus Christus, unser Heiland" (dieses und das andere) spielen, ggf. mit mehrminütigem Meisterwerk als Choralvorspiel.

Das wird ja nicht verboten.

Aber deutlich erschwert bis quasi verunmöglicht. Die pseudotoleranten Pop-Apologeten sorgen da schon dafür. Da gibt es doch so Leute: "Ich sage schon seit Jahrzehnten, dass..." Und wenn dann schaut, wie ihre eigenen Resultate nach Jahrzehnten aussehen: uninteressant und nicht mal der Rede wert. Dazu: wer sich an Studioarrangements ergötzen will (ist oft genug ungleich "mitfeiern") geht dahin, wo das ordentlich gemacht werden kann. Die Kirche ist m.E. der falsche Ort dafür.

Und wenn es attraktiv ist und bleibt, wird Gemeinde kommen, es zu hören.

Was heißt hören - gestalten bitte!

Wenn nicht, ist es Nostalgie oder museal

Wenn man meint, die Jetztzeit hat nichts "Besseres" zu bieten, ist eine Besinnung auf die Vergangenheit angemessen. Leider, aber verständlich, machen Komponisten ja mittlerweile einen großen Bogen um die Kirchen.

oder einfach Konzert-Kultur (Nische in der Nische)

Nö, nie im Gottesdienst. Eher bei Herrn Professor, der das als Lückenfüller im November konzertant darbietet.

< und die Frage eines neuen Gesangbuches hat damit nichts zu tun.
Ich finde, die Frage hat mit quasi allem Musikalischen in der Kirche zu tun.


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