Was sich Theologinnen wünschen

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Donnerstag, 12. März 2026, 20:02 (vor 168 Tagen) @ Wolfgang Gourgé

Eine gewisse Berechtigung haben diese Strömungen - wenn ich gemein bin: die mit dieser Strömung Strömenden - darin, dass sie Widerspruch erzeugen, der aber selten so sorgfältig reflektiert ist wie der deine. Da wird dann schon manches von dem sichtbar, was den patriarchalen Akzent über die Jahre und Harhunderte viel zu sehr fundamentiert hat.

Genau, das göttliche Wesen steht über den sprachlichen Einengungen, muss es geradezu. Dass die männliche Variante aber von der Männerwelt - nun, gewissen Teilen davon - genossen und genutzt wurde, lässt auch mich der feministischen Theologie eine gewisse Raumverdrängung zugestehen. Und wir müssen feststellen, dass die nachteilige Nutzung des männlichen Gottesbegriffs, überhaupt die für eine seelische Freiheit (NB: nicht Grenzen- und Hemmungslosigkeit) nachteilige Auslegung der Heiligen Schrift und der Kirchengeschichte, zwar im Abnehmen begriffen, aber dennoch präsent ist.

Gleichwohl muss man dir zustimmen, dass solche Initiativen diesen Abnehm-Prozess kaum beschleunigen werden.

Mein Kollege war Montag/Dienstag in Hildesheim zu einer Tagung über das Neue Ev. Gesangbuch. "Da werden einige sehr stark sein müssen", schrieb er von dort, als er die für 20. März zur Veröffentlichung vorgesehene bislang geheime Titelliste sah. Erwartungsgemäß ist Einiges an "Altem" in die digitale Abteilung ausgelagert worden, konkret bezog er sich auf Passion. Nun, für diese Zeit Lieder auszuwählen, ist in der Tat mühsam geworden. Wenn gute neue dazukommen (das eine oder andere kenne ich und nutze es), kann der anderes gerne ins digitale Archiv, ist es dann über Liedblatt (was bei uns ohnehin zusötzlich zum jeweiligen Buch Praxis ist) wieder zugängig.

Mich würde interessieren, ob beim letzten Gesangbuchwechsel ungefähr dieselbe Stimmung und Kommentar-Atmosphäre herrschte - da war ich noch nicht richtig dabei.


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