Orgelprojekt St. Kastor, Koblenz (Teil 1, Historie)

ado ⌂ @, Sonntag, 27. April 2014, 15:34 (vor 4505 Tagen) @ kjz1

...die Orgel erhält eine doppelte Spieltraktur (mechanisch/elektrisch). Zunächst einmal ein MIDI-System mit Replay-Funktion, d.h. alle Konzerte können elektronisch aufgezeichnet und dann später noch einmal wiedergegeben werden.

Das war mir in der Beschreibung auf der Netzseite des Orgelbauers auch schon aufgefallen, und ich kam ins Grübeln. Wie hat man sich das vorzustellen?

"Orgelkonzert in St. Kastor, am... um... Wir wiederholen das Konzert von Herrn Organist XY vom ... (Midi-Aufzeichnung) Auf dem Programm: ..."

Oder man macht demnächst nur noch Midi-Konzerte, die der Organist vorab einspielt. So kann er Aufnahmen verwerfen und wiederholen, wenn sie ihm nicht richtig gefallen...

Und die Liedbegleitungen zu den Gottesdiensten werden natürlich in Zukunft auch über Midi abgespielt!

Es wird in mittelferner Zukunft pro Bistum nur noch eine festgelegte (kleine) Zahl Organisten geben, die ab und an neue Midi-Einspielungen produzieren, diese werden an die Seelsorgeeinheiten verteilt und jeweils auf die dort vorhandenen Orgeln abgestimmt.

Nur eine kleine Anzahl separatistisch-fundamentalistisch veranlagter Gemeinden hält noch daran fest, jemanden live an die Orgel zu setzen.

Da das Umrüsten existierender Instrumente auf Midi schwierig ist, wird eine immer größere Anzahl Gemeinden dann ihre bestehenden Orgeln stillegen und durch digitale ersetzen. Am besten identischer Bauart, dann funktioniert das mit den vorgefertigten Midi-Liedbegleitungen am einfachsten!


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