Orgelprojekt St. Kastor, Koblenz (Teil 2, Neubau)

kjz1, Sonntag, 03. August 2014, 12:48 (vor 4411 Tagen) @ friedemannw

Irgendwo habe ich den Registerzug "Flûte à Pavillon" gelesen, ist das auch so gebaut, weite Flöte mit obenliegendem Trichter?


Siehe mein vorheriger Post mit dem Link unter "Bell Diapason", der zur Encyclopedia of Organ Stops führt :)

Wobei Flûte à Pavillon ja wörtlich übersetzt eigentlich Flöte mit Schalltrichter bedeutet, verkürzt also 'Trichterflöte'. Ich weiss, dass im Vorfeld des Orgelneubaues auch Orgeln in Metz besucht wurden. Und der Intonateur ist ebenfalls Franzose. Insofern liegt es nahe, dass man Flûte à Pavillon eingedeutscht hat. Pavillonflöte klänge auch etwas komisch. Insgesamt hat man ja versucht, die Registernamen hauptsächlich in Deutsch/Latein zu halten (na ja, aber keine 'Harmonietrompete').

Der Trichter soll ja zur Betonung bestimmter Obertöne beitragen. Wenn ich mir das Video so anhöre, so ist der Klang schon recht obertonreich (es ist im 'Trumpet Voluntary' das volle Solowerk zu hören). Dazu kommen dann noch die ausgebauten Superoktaven in Schwell- und Solowerk. Ich hoffe, dass im Endeffekt der Klang der Orgel nicht zu 'klingelig' wird. (Die Mikrofone für die Tonaufnahme standen direkt auf dem Gerüst, das hat mir der Videofilmer bestätigt.)

P.S.: heute gab es als Nachspiel die Reger-Passacaglia auf 11 Registern (mit Schlussapplaus)...


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