Orgelprojekt St. Kastor, Koblenz (Teil 2, Neubau)

kjz1, Sonntag, 17. August 2014, 15:02 (vor 4393 Tagen) @ kjz1
bearbeitet von kjz1, Sonntag, 17. August 2014, 15:06

Hallo!

In der letzten Woche wurde das Gerüst entfernt (das kostet schließlich auch Tag für Tag Miete), alle noch fehlenden Holzverkleidungen angebracht und die Revisonsklappen geschlossen. Somit präsentiert sich die Orgel optisch bereits im Endzustand:

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Dominiert wird der Prospekt natürlich von den 'großen Röhren' des Prästant 16'. Links das Schwellwerk, rechts das Solowerk mit den doppelten Scwelljalousien, in der Mitte oben das Positiv, rechts und links oben dann Hauptwerk und (Klein-)Pedal. Die tiefe Oktave des Subbass 32' liegt rechts hinter den Öffnungen im Dachboden des Seitenschiffs. Die Winddrücke betragen: Pedal 85 mm WS, Hauptwerk 75 mm WS, Positiv 70 mm WS, Schwellwerk 75 mm WS, Solo 280 mm WS.

Der Spieltisch von unten:

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Hier sieht man auch, wie die Prospektpfeifen 'um die Ecke gezogen' wurden:

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Die Orgelweihe ist voraussichtlich für den 2. November geplant. Von anderen Projekten habe ich bisweilen gehört, dass da morgens erst der Orgelbauer das Stimmhorn aus der hand gelegt hat und nachmittags war dann Orgelweihe. Hier ght man das alles etwas gelassener an. Allerdings sind wohl noch nicht alle Pfeifen eingebaut und intoniert. Zur Zeit ist die Kirche jedenfalls wieder ganztägig geöffnet. Somit wird also auch die Kemperin in der Stadthalle noch vor unserer Orgel in Betrieb genommen.

Zum Thema 'Farbigkeit in Kirchen'. Bei der Restaurierung nach dem Krieg in den Fünfzigern war man auch sehr sparsam mit den Farben:

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Dir Kirche wurde immer als 'graue Höhle' beschrieben. Das Farbigste waren da noch die Fenster. (BTW: Touristen hörte ich öfters sagen: 'schöne Fenster aus dem Mittelalter'. Nichts Mittelalter, die Fenster stammen auch den Fünfzigern, wurden aber damals von Alois Stettner kongenial in einem eher 'archaischen' Stil konzipiert.) Bei der Restaurierung in den späten Achtigern hat man dann aber erheblich mehr Farbe gewagt:

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Alles wurde 'luftiger, heller'. Dazu passt dann auch die Orgel, obwohl auch diese eher monochrom gestaltet wurde. Aber irgendein bunter Prospekt oder 'Eiche rustikal' würde heute IMHO auch nicht in die Kirche passen. In ersten Reaktionen war man doch erstaunt, dass der Prospekt so hell geworden ist.

Viele Grüße,

- Karl-Josef


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