Alles Banane? Würzburg MHS auf der Klais-Homepage

Poupoulcorouse @, Elberfeld, Donnerstag, 22. August 2024, 14:59 (vor 740 Tagen) @ MCVL

Darüber, ob seine Thesen immer plausibel sind oder nicht, möchte ich hier auch gar nichts sagen.

Ich bin nur dagegen, "extravagante" Konzepte von vornherein eher als beargwöhnenswert oder rechtfertigungsbedürftig einzustufen, solange sie einen halbwegs objektiv anzuerkennenden künstlerischen Wert haben und den würde ich hier nicht bestreiten wollen.

Kritik, die eine vermeintlich objektive, eher ökonomisch gedachte "Unzweckmäßigkeit" solcher Konzepte in den Mittelpunkt stellt und dabei noch Finanzierungsfragen ins Feld führt, soll zwar irgendwie nach "außen" nachvollziehbar sein und verspricht sich, gerade wenns um Geld geht, auch Rückendeckung oder Zustimmung von "außen", bleibt aber in der Sache doch meistens Binnendebatte unter Orgelinteressierten.
Und das "außen" kann in den allermeisten Fällen doch auch bei vermeintlich "bescheiden" konzipierten Instrumenten keine ökonomische "Zweckmäßigkeit" mehr erkennen. Orgel ist immer Luxus. Selbst in den Kirchen ist es absolut keine Selbstverständlichkeit mehr, daß eine Orgel "sein muss". Und wenn man erstmal die "Das Geld wäre für ein anderes Konzept sinnvoller ausgegeben"-Büchse der Pandora geöffnet hat, ist man doch selbst schon in eine Falle getappt, aus der man nur noch schwer herauskommt und in der man fast unvermeidlich auf den Punkt "Warum überhaupt noch Geld für eine Pfeifenorgel?" zusteuert.

Kurz: Ich würd's lassen, so zu argumentieren. Auch dann nicht, wenn einem ein Akteur nicht passen mag. Es fliegt uns nur insgesamt um die Ohren und es wird uns niemand danken.


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