Ganacker - Weise und seine Transmissionsorgeln

MCVL @, Samstag, 26. April 2025, 11:42 (vor 500 Tagen) @ musikinallerheiligen
bearbeitet von MCVL, Samstag, 26. April 2025, 12:52

Ich wüsste nicht, dass Ganacker (übrigens 1907) eine Transmissionsorgel ist (was der Begriff auch immer zu bedeuten hätte...). Die Orgel hat zwei Manuale und ist eine "normale" pneumatische Orgel. Im Krieg wurden jedoch einige Pfeifen eingeschmolzen und durch billiges "Blech" ersetzt. Die Bestrebungen, die Pfeifen wieder zurückzuführen hat man natürlich aus Kostengründen nicht realisiert.

Aus den Archivalien im Bistumsarchiv Regensburg geht für Ganacker das Baujahr 1912 hervor und folgende Disposition:

I. & II. Manual
1) Principal 8'
2) Gedeckt 8'
3) Gamba 8'
4) Salicional 8'
5) Aeoline 8'
Vox coelestis 8' (Sammelzug 4+5)
6) Octav 4'
Clarinette 8' (Sammelzug 2+3)

Pedal
7) Subbaß 16'

Die Orgel befand sich noch 1944 in diesem Zustand. Es ist durchaus denkbar, daß sie in den Nachkriegsjahren zu einer "Normalorgel" umgebaut wurde, wie dies auch in anderen Fällen geschah.

P.S. 1907 ist jetzt das vierte Baujahr, welches für die Orgel in Ganacker genannt wird. Brenninger nennt 1910, auch 1911 ist im Umlauf.

Ich bin am überlegen, ob ich nicht nach Abschluß der Forschungen in den kirchlichen Archiven mir noch die Akten der Regierung für Niederbayern hinsichtlich Kirchenbauten/Kirchenvermögen im Staatsarchiv Landshut durchsehe. Wenn das dort so lief wie im Kreis Schwaben und Neuburg und in der Pfalz, ist in diesen Akten der Schriftverkehr zur Genehmigung der Orgelbauten erhalten und von den Bezirksämtern musste die Fertigstellung der Orgeln an die Regierung gemeldet werden.


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