Ganacker - Weise und seine Transmissionsorgeln

MCVL @, Samstag, 26. April 2025, 18:06 (vor 499 Tagen) @ FranzS.

Dispostion Ganacker nach Brenninger (1974):

I (C-f''''): P 8', Ga 8', O 4'
II (C-f''''): Ge 8', Sa 8', Ae 8', Vox 8'
P (C-d'): SB 16'

Koppeln: OK I, II-I, OK II-I, I-P, II-P, OK Pedal

Brenninger nennt Kegelladen, so daß ein Umbau nach dem Krieg in der Tat nicht unwahrscheinlich erscheint.


Brenninger hat viele Fehler drin und ein Umbau nach dem Krieg wäre einhergehenden mit einer kräftigen verzimbelung. So wie ich das sehe lag das Problem der Transmissionsorgeln eher im Spieltisch. Die Membranladen vom Weise sind in Seyboldsdorf, auch eine umgebaute Translationsorgel, noch original. Auch hier ist der Eintrag auf Wiki falsch, wo Kegelladen erwähnt sind.

Ich bin hier so weit, daß ich auf dem Weise-Werkverzeichnis, wo bei Brenninger Kegelladen angegeben werden, nur noch pneumatische Traktur eintrage.

Der Übergang zu den Membranladen muss um 1907 herum erfolgt sein, etwa zu dem gleichen Zeitpunkt, ab dem die Transmissionsorgeln auftauchen.

Ab einem noch nicht genau datierbaren Zeitpunkt in der ersten Hälfte der 1930er Jahre wurde dann wieder die Kegellade eingeführt, teilweise in ein und derselben Orgel mit Membranladen kombiniert. Aber auch reine Membranladenorgeln entstanden noch zu dieser Zeit. Das ist momentan alles noch sehr undurchsichtig.


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