Werkverzeichnis Weise - Planung für Niederbayern

MCVL @, Dienstag, 06. Mai 2025, 17:42 (vor 490 Tagen) @ MCVL
bearbeitet von MCVL, Dienstag, 06. Mai 2025, 18:02

Liebe Weise-Freunde,

nach längerem Überlegen habe ich heute für Juni vorerst zwei Besuche im Staatsarchiv Landshut eingeplant und mich dort angemeldet.

Der Fall Ganacker mit den vier verschiedenen Baujahren hat mich schlußendlich dazu bewogen, die exakten Baujahre der Weise-Orgeln bis 1919 zu klären.

Folgendes habe ich mir dabei vorgenommen:

- Durchsicht der Akten Regierung von Niederbayern - Kammer des Innern, welche den Schriftverkehr zu Kirchen- und Orgelbauten mit den Bezirkämtern und den Kirchenbehörden in Regensburg und Passau enthalten.

- Durchsicht der Findbücher der 22 während den Jahren 1900-1919 existierenden Bezirksämtern des "Kreis Niederbayern" nach den Akten der bayernweit 1928/29 durchgeführten Orgelerfassung, die, wie ich es von schwäbischen Bezirksämtern kenne, exakte Beschreibungen des vorhandenen Orgelbestands enthält mit Dispositionen, technischen Angaben usw.

Durch die Akten der Regierung von Niederbayern erhoffe ich mir, die exakten Baujahre bis 1919 klären zu können, da die Bezirksämter, nachdem die Regierung die Genehmigung zu den Orgelneubauten erteilt hatte und die Instrumente schließlich errichtet wurden, die Fertigstellung der Orgeln an die Regierung melden mußte. So lief es jedenfalls in Schwaben und in der Rheinpfalz und ich kann mir nicht vorstellen, daß es in Niederbayern anders gehandhabt wurde.

Nun hoffe ich auch, daß in den Bezirksamtsakten möglichst viele der Unterlagen zu der erwähnten Orgelerfassung von 1928/29 enthalten sind, damit können evtl. auch noch bislang nicht erfasste Weise-Orgeln aufgefunden werden sowie die Dispositionen möglichst vieler Instrumente, die zu diesem Zeitpunkt überwiegend noch original erhalten gewesen sein dürften. Sollten diese Unterlagen für möglichst viele Bezirksämter aufgefunden werden können (für Schwaben sind sie etwa zu 80 % der Amtsbezirke erhalten), können dadurch auch die durch die nur fragmentarisch erhaltenen Orgelmeldebogen von 1944 für das Bistum Passau unvollständigen Informationen kompensiert werden.

Ob ich mir dieses auch noch für die Oberpfalz antue, muß ich mir nach Abschluß der Akteneinsicht im Bistumsarchiv Regensburg noch überlegen.

In der Hoffnung, daß das Werkverzeichnis am Ende möglichst vollständig und fehlerfrei werden wird...

Als Beispiel, wie sich die Endfassungen der von den Bezirksämtern an die jeweiligen Kreisregierungen eingeschickten Erfassung 1928/29 darstellten, die ersten beiden Seiten der Orgelerfassung des Bezirksamts Illertissen, die 1930 fertiggestellt wurde. Ich darf nicht daran denken, wenn dieses Aktenmaterial auch für Niederbayern zu großen Teilen erhalten ist...


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