Ganacker - Weise und seine Transmissionsorgeln

FranzS., Samstag, 26. April 2025, 17:45 (vor 500 Tagen) @ MCVL

Also die Disposition in Ganacker lautet:

I. Man

Principal 8'
Gamba 8'
Oktave 4'

II. Man

Gedeckt 8'
Salicional 8'
Aeoline 8'
Vox coelestis 8' (Sammelzug)

Ped.

Subbass 16'

Manualkoppel II-I
Oberoctav II-I
Oberoctav I-I
Pedal Oberoctav
II-P
I-P
Piano-Pedal-Absteller

Ich muss mal nach dem Gutachten von Gerhard Siegl suchen, er hatte die Orgel damals in Augenschein genommen (müsste Mitte der 90er gewesen sein)

Clarinette war nie da, auch sieht es nicht so aus, dass da jemals was geändert worden wäre.

Einziger Hinweis: Einige Registerschilder sind schon in "standardisierter" Schrift, andere sind noch per Hand gemalt...


Das sind genau die standardisierten Spielhilfen und Koppeln, wie sie Weise für seine Transmissionsorgeln verwendet hat. Auch die ganze Disposition riecht danach, ebenso die Registerschilder mit unterschiedlicher Schrift. Meiner Meinung spricht vieles dafür, daß hier einmal etwas ähnliches geschehen ist, wie in Seyboldsdorf, nämlich ein Umbau, wohl in den 1950er Jahren.

Dazu müsste man aber einmal genau im Spieltischinneren und an den Relaisapparaten im Orgelinneren nach Spuren suchen und die richtigen Schlüsse daraus ziehen.
Nachdem mir nun dankenswerterweise der Standort einer original erhaltenen Weise-Transmissionsorgel mitgeteilt wurde (Stallwang), müsste man dieses Instrument mit jenem in Ganacker genau vergleichen und dann käme man sicher einen großen Schritt weiter.

Zumal die Disposition wie sie heute ist, überhaupt keinen Sinn hat, ähnlich wie in Seyboldsdorf. Zu 100% war das eine Transmissionsorgel. In Seyboldsdorf erkennt man das auch nicht auf den ersten Blick, dass das umgebaut wurde. Alles schön kaschiert. Ob der OSV diesbezüglich so tief Bescheid weiß, wage ich stark zu bezweifeln.....


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