Weise und seine Transmissionsorgeln

FranzS., Samstag, 26. April 2025, 23:01 (vor 499 Tagen) @ MCVL

Hat sich Faber&Greve mit seinem Reichspatent bei Weise bedient? Die Disposition und Anlage der Orgel in Parchim St. Georgen ähnelt der Orgel von Weise doch sehr - auch hier sind Manual I und II mit dem gleichen, frei wählbaren Registerfundus bestückt.


Von Binder und Siemann gab und gibt es auch ein paar solcher Orgeln, ist also nicht primär eine Weise Erscheinung. Zumindest im Bistum Regensburg war Peter Griesbacher ein Befürworter dieses Systems. Möglicherweise ist die Orgel in 86495 Eurasburg relativ nah an MCVL dran und er kann mal darüber berichten. Die Weise Orgel in Adldorf scheint auch noch zu stehen mit dem originalen System. Da könnte ich im Sommer mal vorbei schauen. Die Brauerei ist auch gegenüber der Kirche.


Man müsste hier mal genau nachschauen, zu welchem Zeitpunkt die erste Transmissionsorgel im süddeutschen Raum nachweisbar ist.
Derart zum Exzess getrieben hat es aber nur Weise.
In Württemberg hat gelegentlich Goll aus Kirchheim ähnliche Orgeln geliefert, aber dort waren nur einzelne Register unter anderer Bezeichnung vom einem auf das andere Manual transmittiert.

Einer Verbindung Weise-Faber & Greve müsste man mal nachgehen.

Eurasburg wäre mal einen Ausflug wert...

Edit zu Adldorf, steht leider nicht mehr...So wie es aussieht ist das alte Orgelgehäuse von Ehrlich (bin ich mir fast sicher) noch vorhanden und es wurde eine Schleifladenorgel mit ein paar Registern eingebaut, wobei Registerschwerter verbaut worden sind, wie es Ehrlich (egal welcher) gemacht hat. Die Disposition liest sich allerdings eher wie die einer II Manualigen Walcker Serienorgel (das Basemodel ohne Zungen)....


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